Stadt und Dschungel

Stadt und Dschungel ist eine einfache schöne Wanderung aus der Stadt Mödling durchs Dickicht vorbei an St. Othmar, Augengläsern, Schwarzer Turm, Pfefferbüchsel, GH Kobenzl und Retour in die Stadt.

Start und Endpunkt: 2340 Mödling; Parkplatz Lerchengasse
Koordinaten Start / Ende Start / Ende: Latitude 48,08703528 / Longitude 16,28512115
Gehzeit: 1 Stunde 15 Minuten (ohne Pause)
Rastmöglichkeiten: GH Kobenzl, Posthof und viele weitere Lokale in Mödling

Die Wanderung startet am Parkplatz Lerchengasse. Achtung: Dieser Parkplatz ist während der Woche gebührenpflichtig. Sie sehen zu Ihrer Linken ein altes Gebäude (das ehemalige Dorotheum). Während der Woche können Sie den Durchgang zur Klostergasse nutzen. In der Klostergasse wenden Sie sich rechts und sehen gleich vor sich – am Freiheitsplatz - die Pestsäule.
Falls der Durchgang gesperrt ist gehen Sie rechts zur Lerchengasse, dann nach links leicht bergauf und gleich wieder links die Hauptstraße entlang zur Pestsäule.

Die Pestsäule: Sie wurde 1714 nach Ende der Pest als Danksagung errichtet. Die Pest forderte im Jahr 1713 in Mödling 90 Menschenleben. Die Dreifaltigkeitssäule ist aus weißem Stein. Der Strahlenkranz der Dreifaltigkeit ist vergoldet. Während des zweiten Weltkriegs wurde die Pestsäule eingemauert um etwaigen Beschädigungen vorzubeugen und erst 1947 wieder enthüllt. 2007 wurde die Säule restauriert und im Oktober 2008 nach vollständiger Wiederherstellung gesegnet.

Sie gehen über den Zebrastreifen in die Fußgängerzone. Vor sich sehen Sie das Alte Rathaus Mödling, heutzutage als Standesamt viel genutzt. Sie spazieren über den Schrannenplatz und folgen der Pfarrgasse bergauf Richtung St. Othmar. Sie erreichen St. Othmar nach nur wenigen Minuten.

St. Othmarkirche: An der Stelle der St. Othmarkirche steht schon seit über 1100 Jahren ein Gotteshaus. Die älteste nachgewiesene Vorgängerkirche stammt aus dem 9. Jh. und war eine karolingische Kirche. Zu dieser Zeit schloss in Europa Karl der Große seine Eroberungen zur Erweiterung des Frankenreichs. Auch in diesem Jahrhundert vererbte Karl der Große sein Reich an seinen Sohn Ludwig der Fromme, der das Reich an seine Söhne weitervererben wollte. Es war aber durchwegs gegen das fränkische Prinzip dass ein Reich weitervererbt werden kann. Es kam also zu Streitigkeiten zum einen wegen der innerfamiliären Vererbung und zum anderen innerhalb der Familie - Ludwig gegen seine Söhne und jeder davon gegen jeden. Durch Kleinkriege und Ämterhäufungen entstanden in dieser Zeit Herzogtümer (kleinere Stammesgebiete). Erst zwei Verträge gaben Klarheit über die Aufteilung Europas: Der „Vertrag von Verdun“ und der „Vertrag von Ribemont“ – die relativ kleinen Herzogtümer blieben nach Durchsetzung der Verträge erhalten.
Aber zurück zur Othmarkirche. Am 13. Mai 1454 begann man mit dem Bau der gotischen Kirche. Herzog Przemysl III von Troppau war Bauherr. Nach 69 jähriger Bauzeit war die Kirche 1523 fertiggestellt, allerdings kurz darauf im ersten Türkenkrieg (1629) bereits wieder niedergebrannt. Erhalten wurden ausschließlich das Sakramentshäuschen, der Kopf des Gekreuzigten und ein gesticktes Marienbild. Der Wiederaufbau sollte 100 Jahre dauern.
Bereits im zweiten Türkenkrieg (1683) wurde die Kirche abermals beschädigt und die Bevölkerung, die in die Kirche vor den Türken flüchtete, niedergemetzelt. Der damalige Marktrichter – ein Müller mit dem Namen Wolfgang Ignaz Viechtl – achtete darauf dass die Kirche wieder zügig hergestellt wird. So sehen Sie heute zwei große Mühlsteine an der Westseite der Kirche in großer Höhe eingemauert. Viechtl hatte Erfolg und die Kirche war bereits 1690 wiederhergestellt.
Im 18. Jahrhundert wurden einige Barocke Elemente zugefügt wie z.B. die Kanzel und verschiedene Altäre. 1875 wurde der Kirchenrestaurierungs-Verein gegründet und die Othmarkirche regotisiert. Die meisten Glasfenster stammen aus dieser Zeit.

Vom Kirchenplatz aus haben Sie eine herrliche Aussicht über Mödling. Sie gehen zwischen Kirche und Karner (Gebeinshaus) die Stufen nach oben (Wanderweg Nr 41), folgen ein Stück dem Anton Wildgans Weg und gehen gleich bei erster Gelegenheit nach links aufwärts – Richtung GH Kobenzl. Nach einer Serpentine und vielen Stufen erreichen Sie die Geländestufe des Gasthauses. Sie sind jetzt ca. 15 Minuten unterwegs.

Sie gehen nicht Richtung Gasthaus sondern gleich links und dann rechts aufwärts – dem Ostarrichi Weg (48) folgend. Bevor Sie zum Schwarzen Turm kommen, können Sie noch links zu den Augengläsern (1807 erbaute Wand mit zwei Spitzbogenfenstern) gehen. Von dort hat man einen weiten Blick über Mödling, die Brühl, Burg Mödling, Husarentempel und das Aquädukt – ist den Weg also absolut Wert. Sie gehen entlang des Zaunes am Schwarzen Turm vorbei zum Hauptweg, und biegen gleich wieder links ab. Es geht über Wurzel und Steine bergauf. Oben angekommen halten Sie sich, bei den kleinen Abzweigungen, immer rechts auf dem schmalen Wanderpfad. Sie überqueren eine kleine Wiese und kommen nach einem weiteren kurzen Pfadstück wieder auf einen großen Weg. Sie wenden Sich links und gleich wieder rechts. Sie folgen dem Pfad der wiederrum in einen Größeren mündet immer bergauf bis Sie an das Pfefferbüchsel (künstliche Ruine einer Kapelle) kommen. Sie bleiben auf dem Hauptweg und biegen bei dem Schild Kirchbergwiese nach rechts ab. Sie wandern über die wunderschöne Wiese, passieren den Rastplatz „Gustav Wendelberger“, kommen an eine Kreuzung und halten sich rechts. Bereits in der ersten Kehre biegen Sie nach rechts in einen kleinen Pfad. Diesem Pfad folgen wir. Auch zwei weitere Kreuzungen mit größeren Wegen überqueren wir geradeaus auf dem Pfad durch den Kalenderberg Dschungel. Es geht bergab. Nach der Überquerung der zweiten Kreuzung sehen Sie bald einen Weg zu Ihrer Linken und ein paar Stufen die zu diesem Weg führen. Wenn Sie auf dem breiten Weg sind halten Sie sich rechts bergab und folgen diesem bis zur Straße. Die Straße (Zufahrtsstraße zum GH Kobenzl) gehen Sie rechts bergauf und sehen bereits das Gasthaus vor sich. Das ruhig gelegene Gasthaus Kobenzl mit seiner schönen Aussicht lädt zum Verweilen ein. Sie waren jetzt ca. 1 Stunde unterwegs.

Sie sehen vor sich Stufen bergab oder nehmen den Weg den Sie vorher bergauf gegangen sind und gehen zurück zur Othmarkirche. Sie spazieren durch die Pfarrgasse zur Fußgängerzone zurück. Auch hier gibt es unzählige Lokale die zum Pausieren und Plaudern einladen - nutzen sie die Gelegenheit. Nach ca. 1 Stunde und 15 Minuten kommen Sie wieder beim Parkplatz an.

Endlich raus! Brauchst du noch etwas?

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