Lustwandelnde Ritter

Das Schloss und der Park Laxenburg war schon immer für lustwandelnde Ritter erbaut, erweitert und angelegt. Eine Wanderung die auch an Regentagen gut gemacht werden kann.

Schwierigkeitsgrad: blau
Start und Endpunkt: 2361 Laxenburg , Schlossplatz 1
Koordinaten Start / Ende: Latitude 48,068361 / Longitude 16,357237
Gehzeit: ca. 1 Stunde (ohne Pause)
Rastmöglichkeiten: Eissalon, Meierei Laxenburg

Sie starten Ihre Wanderung vom Parkplatz vor dem Schloss Laxenburg. Bereits hier ist man umgeben von herrlichen alten Gebäuden. Richtung Park schauend, auf der linken Seite sehen Sie den Blauen Hof, nach dem Eingang zum Park – man benötigt eine Eintrittskarte (2 Eur / Erwachsener) - auf der rechten Seite das „Alte Schloss“. Der Park selbst ist 280 Hektar groß und ein wunderbares Beispiel für die Gartenkunst des 18.und 19. Jh.

Nach dem Eingang gehen Sie rechts und dann links, vorbei am „Alten Schloss“ in dem heute das Film Archiv Austria untergebracht ist. Sie sehen bald vor sich die Löwenbrücke, bewacht durch zwei herrliche Löwen.

Löwenbrücke: Die Löwen (Beginn des 18. Jh) wurden von dem Bildhauer Wilhelm Beyer geschaffen. Diese Brücke galt als Eingang zum Park für das breite Publikum.

Gleich hinter der Brücke links liegt ein großer Kinderspielplatz.
Sie gehen über die Brücke und halten gleich rechts auf das grüne Lusthaus zu.

Das Grüne Lusthaus: Der Dianatempel steht im geometrischen Zentrum eines Waldsterns. Die Decke des Tempels erinnert daran, dass der Park einmal ein Jagdpark mit Fasanen, Rehen und Reihern war.
Von dem Lusthaus ausgehend verlaufen 8 Sichtachsen in den Schlosspark, die wohl stärkste Achse ist die nach Süden Richtung Concordiatempel. Die anderen Achsen geben Einblick in die umgebende Parklandschaft. Die heute noch erhaltene, gartenarchitektonische Gestaltung stammt aus der Zeit Kaiserin Maria Theresias, die hier gerne einmal Karten spielte.

Von der Achse ausgehend auf der Sie zum Tempel gegangen sind, gehen Sie im Uhrzeigersinn weiter und durchwandern die 2. Achse. Sie treffen bald auf einen asphaltierten Weg und gehen Rechts. Sie sehen vor sich eine Brücke über den Forstmeisterkanal. Rechts von Ihnen der Concordiatempel, auf den Sie jetzt zugehen. Sie sind jetzt ein bisschen weniger als eine halbe Stunde unterwegs.

Der Concordiatempel: Seit dem 16. Jh. war es modern runde Tempel zu errichten. Der runde Tempel verbildlichte die ideale Form und damit Harmonie und Vollkommenheit. Der Concodriatempel (lat. Condordia = dt. Eintracht) war der Eintracht der Völker gewidmet. Der Hintergrund für die Widmung war eine von der französischen Revolution bedrohte Monarchie.
Erbaut wurde der korinthische Rundtempel 1795 von Architekt Cavaliere Giuseppe Alessandro Moretti, für die Stuckatur war M. Köhler verantwortlich.

Vom Tempel aus gehen Sie links weiter über den asphaltierten Weg, und lustwandeln im herrlichen Garten. Vorbei an prächtigen Bäumen mit schönen Wiesen gehen Sie in einem großen Bogen zum Wasserfall, über die Brücke und sehen zu ihrer Rechten den Turnierplatz.

Der Turnierplatz: Der Ritterkult war wichtig in der zweiten Hälfte des 18 Jahrhunderts. Die Freimaurer begannen sich als „Lichtträger in finsteren Zeiten“ zu bezeichnen. Sie betrachteten die mittelalterlichen Ritter als großes Vorbild für Ihre Aktivitäten.
Die Wiener Loge „Zur Strikten Observanz“ – mit dem Oberhaupt Herzog Albrecht von Sachsen-Teschen – folgte diesem Vorbild. Ab 1790 wurde die Wildensteiner „Ritterschaft zur Blauen Erde“ in Seebenstein gegründet, die versuchte die mittelalterlichen Gebräuche in spielerischer Form zu verwirklichen. 1791 fand bereits ein Ritterumzug in Laxenburg statt. Die Errichtung des Turnierplatztes – 1798 begonnen – war der Startpunkt für regelmäßige Vorstellungen für das breite Volk. Der große rechteckige Turnierplatz ist mit Kaiserloge, Richterlogen und Zuschauertribünen ausgestattet.

Die nächste Kreuzung überqueren sie geradeaus, und gehen über die Gotische Brücke. Danach halten Sie sich rechts und gehen in auf den Schlossteich zu. Von hier aus können Sie auch die Franzensburg sehen. Sie gehen bei erster Gelegenheit links, bei folgender Y-Kreuzung können Sie selbst wählen – die Wege kreuzen sich gleich wieder und spazieren auf den Blauen Hof und den Ausgang zu. Sie waren insgesamt ca. 1 Stunde unterwegs.

Dieser Park hat zu jeder Jahreszeit etwas zu bieten. Im Herbst die Verfärbung der Blätter, im Winter kann man auf dem Schlossteich eislaufen, im Frühling sprießt alles und im Sommer spenden die Bäume Schatten.

Wenn Sie mehr über die Geschichte Laxenburgs und die Anlage des Parks, sowie weitere Bauwerke wissen wollen, lesen Sie bitte auch die Route „Ochsen in der Burg“.
Endlich raus! Brauchst du noch etwas?

Lustwandelnde Ritter

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